Wege aus der Gig Economy - Fortbildung zur sozial-ökologischen Gestaltung digitaler Technik in der Logistik

Die Fortbildung richtet sich an Vertreter*innen aus Gewerkschaften oder dem gewerkschaftsnahen Feld, Multiplikator*innen aus der politischen Bildung, Vereinen, (Umwelt-)Verbänden und Stiftungen sowie alle anderen Interessierten.
 
Emails, Online-Meetings, kollaborative digitale Anwendungen – das alles sind Bestandteile des digitalen Arbeitsalltags vieler Menschen, gerade seit der Corona-Pandemie. Doch die Digitalisierung von Arbeit geht noch viel weiter: Die zunehmende digitale Steuerung von Arbeitsabläufen in Warenlagern oder von Fahrradkurier*innen, die steigenden Überwachungsmöglichkeiten der Beschäftigten, die Vermittlung von (Gelegenheits-)Jobs über digitale Plattformen oder die Bewertung von Mitarbeiter*innen oder Kolleg*innen über digitale Anwendungen für sogenannte „360-Grad-Feedbacks“ sind Beispiele für Veränderungen in der Arbeitswelt, die durch digitale Technik erst möglich wurden. Während ihre Funktionsweise meist intransparent für die Beschäftigten ist, hat sie wiederum große Auswirkungen auf deren Arbeitsrealitäten. Nicht nur aus sozialer, sondern auch aus ökologischer Perspektive sind Veränderungen in der Logistik kritisch zu hinterfragen. 
 
In der Fortbildung wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, wie hingegen digitale Technik gestaltet sein müsste, damit sie die Möglichkeit für selbstbestimmte Arbeit unterstützt. Welche Bedingungen müsste sie erfüllen, um sozialen, aber auch ökologischen Kriterien im Bereich der Liefer- und Lagerlogistik gerecht zu werden? Dafür lernen wir einerseits bereits vorhandene Initiativen und gelebte Alternativen für eine Neuorganisation der Logistik kennen. Daneben setzen wir uns mit bereits formulierten Forderungen für eine sozial-ökologische Gestaltung digitaler Technik auseinander und diskutieren weitere Transformationsstrategien wie gewerkschaftliche Organisierung und politische Regulierung.
Wann
17.09.2021, 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Standort
Modersohnstr. 55
RuDi Kulturzentrum e.V.
10245 Berlin
Deutschland